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Achim Walde beim 29. Finanzsymposium

Achim Walde, Senior FX-Risk-Manager bei Metzler Capital Markets, erläutert in einem Workshop auf dem 29. Finanzsymposium am 18.5., wie sich FX-Risikoprämien im aktuellen Marktumfeld effizient nutzen lassen.

Link zur Veranstaltungsseite: 29. Finanzsymposium

Metzler nutzt Zinsvorteil von Hochzinswährungen

Normalerweise werden Devisentermingeschäfte dazu genutzt, um Investitionen oder Investments in anderen Währungsräumen abzusichern. Nun hat das Bankhaus Metzler mit der Strategie "FX Protected Carry" ein Anlagekonzept vorgestellt, das den umgekehrten Weg geht und die Zinserträge von Hochzinswährungen für Investoren vereinnahmt.

Lesen Sie den Artikel der Börsen-Zeitung.

Passives Overlay

Im Falle der passiven Währungssicherung baut der Overlay-Manager eine für den Planungshorizont konstante Hedge-Ratio auf und behält diese bei („statische Sicherung“). Die Sicherungsquote bestimmt sich dabei aus der Risikotragfähigkeit des Anlegers und einer Zielgröße, die der Anleger nicht gefährden möchte. Das kann zum Beispiel das EBIT oder eine jährliche Zielrendite eines Investmentfonds sein.

Ein passives Management reduziert über Devisentermingeschäfte effektiv die Risiken aus Wechselkursänderungen. Es ermöglicht aber – je nach gewähltem Sicherungsgrad – keine Partizipation an Kursbewegungen zu Gunsten des Anlegers. Außerdem muss der Investor im Vergleich zu einem dynamischen Ansatz in der Tendenz höhere Reserven vorhalten, um ggf. anfallende Zahlungsverpflichtungen aus Termingeschäften zu erfüllen. Eine stringente Überwachung der aus den Devisentermingeschäften zu erwartenden Cashflows durch den Overlay-Manager mit rechtzeitiger Warnung bei drohender Grenzwertverletzung bewahrt jedoch die Planungssicherheit für den Kunden.

Das FX Risk Management optimiert die passive Fremdwährungssicherung darüber hinaus durch eine permanente Kontrolle der Hedge-Kosten. Die effiziente Wahl der Hedgequote sowie die Analyse der Zinsstrukturkurven und Geld-Brief-Spannen können die Kosten aus Sicherungsgeschäften deutlich senken.

Ein passiver Hedge empfiehlt sich insbesondere für Kunden, die aufgrund ihrer Anlagerestriktionen nicht von einer festgelegten Sicherungsquote abweichen dürfen. Daneben werden passive Sicherungsstrategien auch von Kunden gewählt, die kurzfristige Risiken aus Auslandstransaktionen oder Zahlungsströmen in Fremdwährungen sichern möchten. Für Unternehmen kann das beispielsweise die Absicherung der jährlichen Umsätze im Ausland sein.

Unternehmen mit langfristigen Translationsrisiken und Investoren mit mittel- bis langfristig bestehenden Währungsexposures, wie einem weltweit diversifizierten Aktien- oder Anleiheportfolio, wählen hingegen oft eine aktive Sicherung. Denn ein statischer Ansatz kann in einem dynamischen Marktumfeld dadurch ungeeignet sein, dass Währungen temporär Trends und Phasen erhöhter Volatilität aufweisen, die in einem passiven Hedge nicht berücksichtigt werden.